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Der „alter Sack“ gewinnt das Spitzenspiel! Beleidigungen beflügeln den Sieg

13 hours ago
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FSV Viktoria Krum bleibt an der Spitze – Christian Klug rückt nach, nachdem der VfR einen Elfmeter verschossen hat

Kreisklasse Gr. 3 SW | VfR Hermannsberg-Breitbr. – FSV Viktoria Krum 2:3 (1:1)

Breitbrunn – Spitzenspiel, verschossener Elfmeter, ein Doppelschlag und eine dramatische Schlussphase: Das Duell zwischen dem VfR Hermannsberg-Breitbrunn und dem FSV Viktoria Krum hatte alles, was ein Topspiel braucht. Am Ende behielt der Tabellenführer mit 2:3 die Oberhand und verteidigte seine Spitzenposition. Für Hermannsberg blieb trotz einer starken Schlussphase nur die bittere Erkenntnis, dass an diesem Nachmittag mehr drin gewesen wäre.


PresseFoto Evans | Alt, aber bewährt.
PresseFoto Evans | Alt, aber bewährt.

Frühe Führung, schnelle Antwort

Die Partie begann mit einer frühen personellen Veränderung bei Krum. Bereits in der ersten Minute musste Valentin Syka verletzungsbedingt beziehungsweise vorzeitig vom Platz und wurde durch Felix Hart ersetzt. Für Trainer Michael Reugels bedeutete das einen ungeplanten Wechsel direkt zum Spielbeginn.


Doch Krum ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. In der 20. Minute brachte Felix Hart die Gäste in Führung und belohnte damit den Tabellenführer für seinen Auftritt. Hermannsberg ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und fand eine Antwort: Julius Strätz traf in der 33. Minute zum 1:1-Ausgleich.


Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. Das Spitzenspiel war vollkommen offen, und beide Mannschaften hatten noch alle Möglichkeiten, die drei Punkte für sich zu sichern.


Der Elfmeter, der alles hätte verändern können

Nach dem Seitenwechsel bot sich Hermannsberg eine große Chance, das Spiel in die eigene Richtung zu lenken. In der 50. Minute trat Moritz Kundmüller zum Elfmeter an – doch sein Schuss ging deutlich über die Querlatte.


Eine vergebene Gelegenheit, die sich als entscheidender Wendepunkt erweisen sollte.

Denn Krum benötigte nur wenige Minuten, um die Antwort auf dem Platz zu liefern. In der 54. Minute reagierte Christian Klug am schnellsten, nahm einen Abpraller auf und versenkte den Ball zum 1:2 im Netz. Hermannsberg hatte den möglichen Führungstreffer verpasst, Krum dagegen nutzte seine Gelegenheit eiskalt.


PresseFoto Evans | Christain Klug erzielte in der 54. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2.
PresseFoto Evans | Christain Klug erzielte in der 54. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2.

Damit nicht genug: In der 60. Minute bekam Krum einen Elfmeter zugesprochen. Christian Klug übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:3. Innerhalb von nur sechs Minuten hatte sich die Ausgangslage komplett verändert. Aus einem offenen Spitzenspiel war plötzlich eine schwierige Aufgabe für die Gastgeber geworden.

Klug avancierte mit seinem Doppelpack zum entscheidenden Mann dieser Phase. Während Hermannsberg seiner vergebenen Chance hinterherlief, zeigte Krum genau die Effizienz, die eine Spitzenmannschaft auszeichnet.


Hermannsberg gibt nicht auf

Wer allerdings dachte, die Partie sei damit entschieden, hatte die Rechnung ohne die Gastgeber gemacht. Hermannsberg kämpfte weiter und verkürzte in der 73. Minute auf 2:3. Moritz Kundmüller machte seinen verschossenen Elfmeter mit einem wuchtigen Kopfball nach einer starken Ecke zumindest teilweise vergessen.


Plötzlich war wieder Spannung im Spiel. Hermannsberg witterte seine Chance, während Krum die knappe Führung über die verbleibende Spielzeit bringen musste. Die Schlussphase wurde zur Nervensache. Die Gastgeber suchten den Weg zum Ausgleich, und Krum durfte sich keineswegs zu früh in Sicherheit wiegen.


Zudem machte sich bei den Gästen zunehmend der Kräfteverschleiß bemerkbar. In den letzten Minuten wirkte die gesamte Krumer Mannschaft deutlich müde, die Bewegungen wurden schwerfälliger. Dennoch biss sich der Tabellenführer durch und verteidigte seinen Vorsprung bis zum Schluss.


In der Nachspielzeit wurde es noch einmal gefährlich: In der 90.+3 Minute nahm Christian Knoblach einen Ball direkt aus der Luft und zog unmittelbar ab. Der Abschluss ließ Krum noch einmal durchatmen – doch Torhüter Fabian Meyer behielt die Nerven und sicherte den Ball sicher in seinen Händen.


Es war die letzte große Gelegenheit der Partie. Kurz darauf war Schluss, und der FSV Viktoria Krum durfte einen hart erkämpften 2:3-Auswärtssieg feiern.


Emotionen nach dem Abpfiff

Dass dieser Sieg für Krum eine besondere Bedeutung hatte, zeigte sich auch nach dem Schlusspfiff. Michael Reugels feierte den Erfolg ausgelassen. Einige Spieler des VfR Hermannsberg-Breitbrunn waren mit der Art seiner Feier allerdings nicht einverstanden.


Hintergrund waren Beleidigungen, denen Reugels während der Partie von Spielern ausgesetzt gewesen sein soll. Seine überschwängliche Reaktion nach dem Abpfiff war damit auch eine Antwort auf die Provokationen, die er zuvor auf dem Platz erlebt hatte. Die Emotionen des Spitzenspiels endeten also nicht unmittelbar mit dem Schlusspfiff.


Krum profitiert auch von der Konkurrenz

Für den FSV Viktoria Krum wurde der Spieltag durch das Ergebnis eines weiteren Duells zusätzlich aufgewertet. Der TV Königsberg (28 pts.) kam gegen den FC Augsfeld nicht über ein Unentschieden hinaus. Damit konnte Krum neben dem eigenen Dreier auch vom Punktverlust der Konkurrenz profitieren.


Ein rundum erfolgreicher Tag für den Tabellenführer: Während Krum den direkten Konkurrenten Hermannsberg mit 2:3 bezwang, ließ Königsberg ebenfalls Punkte liegen. Damit hatte sich der Auswärtssieg gleich doppelt ausgezahlt.


Krum behauptet die Spitze – Hermannsberg fällt zurück

Mit dem zehnten Saisonsieg unterstreicht Krum seine Ambitionen und bleibt mit 32 Punkten an der Tabellenspitze. Die Mannschaft von Michael Reugels hat bislang nur eine Niederlage hinnehmen müssen und beweist erneut, dass sie auch enge Spiele für sich entscheiden kann.


Für den VfR Hermannsberg-Breitbrunn ist die Niederlage dagegen ein Rückschlag. Mit 26 Punkten steht die Mannschaft nun auf Rang vier. Gerade angesichts des verschossenen Elfmeters und des späten Anschlusstreffers dürfte die Erkenntnis schmerzen, dass der Tabellenführer durchaus zu packen gewesen wäre.


Doch genau darin liegt der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage: Krum nutzte seine entscheidenden Chancen, während Hermannsberg seine große Möglichkeit vom Elfmeterpunkt liegen ließ.


Der „alter Sack“ gewinnt das Spitzenspiel – und Krum bleibt das Maß der Dinge an der Tabellenspitze.

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