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„Gott sei Dank für die 3. Minute“ – Frühe Gegentore kosten dem FC Sand die Landesliga

Nach einem 2:2-Unentschieden im Rückspiel und einem Gesamtergebnis von 3:4 muss sich der 1. FC Sand am Main der bitteren Tatsache stellen, dass er zum zweiten Mal in Folge den Aufstieg in die Landesliga verpasst hat.


PresseFoto Evans | Nach dem Schlusspfiff: Die Spieler von Sander sehen zu, wie die Bank von Röllbach zur Feier des Tages stürmt.
PresseFoto Evans | Nach dem Schlusspfiff: Die Spieler von Sander sehen zu, wie die Bank von Röllbach zur Feier des Tages stürmt.

SAND AM MAIN – Nach 90 intensiven Minuten, vielen Diskussionen und einer lautstarken Schlussphase im Seestadion war die Enttäuschung beim 1. FC Sand am Main greifbar. Das 2:2 im Rückspiel der Landesliga-Relegation gegen den TuS Röllbach reichte nicht aus. Nach einer 1:2-Niederlage im Hinspiel bleibt Sand mit einem Gesamtergebnis von 3:4 in der Bezirksliga.


Für die Gastgeber fühlte sich das Saisonende besonders bitter an, denn die Geschichte des Rückspiels ähnelte der des ersten Duells nahezu perfekt. Wie bereits in Röllbach verschlief Sand die Anfangsphase komplett und kassierte erneut bereits in der dritten Minute den ersten Gegentreffer.


„Gott sei Dank für die 3. Minute“, könnte man aus Sicht der Gäste sagen. Noah Markert nutzte die Unsicherheit der Sander Defensive eiskalt aus und brachte Röllbach früh mit 1:0 in Führung. Bereits im Hinspiel hatte Sand einen schnellen Rückstand hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Rene Hagendorf wirkte erneut nervös, während Röllbach von Beginn an wach und entschlossen auftrat.


Auch in der ersten Halbzeit zeigte sich das gleiche Bild wie wenige Tage zuvor. Die Gäste waren die aktivere und gefährlichere Mannschaft, während Sand lange Zeit keinen Zugriff auf die Partie fand. Erst kurz vor der Pause gelang den Hausherren der wichtige Ausgleich. Lorenz Schäder traf in der 44. Minute zum 1:1 und brachte die Hoffnung im Seestadion zurück.


Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich schließlich das Spiel, das sich viele Zuschauer von Beginn an gewünscht hatten. Beide Teams lieferten sich nun ein offenes Duell mit Chancen auf beiden Seiten. Doch erneut war es Röllbach, das den nächsten Treffer erzielte. Till Link brachte die Gäste in der 51. Minute wieder in Führung.

Die Antwort der Gastgeber ließ diesmal nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später traf Lars Stussak zum 2:2-Ausgleich. Von diesem Moment an entwickelte sich eine intensive Begegnung mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Sowohl Sand als auch Röllbach hatten Gelegenheiten, die Partie endgültig auf ihre Seite zu ziehen, ließen jedoch zahlreiche Chancen ungenutzt.


In den letzten zehn Minuten kochte die Stimmung im Seestadion über. Der Sander Fanblock machte seinem Frust über mehrere umstrittene Schiedsrichterentscheidungen lautstark Luft. Mit jeder Minute wuchs die Verzweiflung auf den Rängen, während die Zeit für die Gastgeber davonlief.


Dass Sand überhaupt bis zum Schluss im Rennen blieb, war vor allem Torhüter Nils Nigbur zu verdanken. Der Schlussmann verhinderte mit mehreren starken Paraden weitere Gegentreffer und hielt seine Mannschaft trotz großer defensiver Probleme im Spiel. Immer wieder musste Nigbur Fehler seiner Vorderleute ausbügeln und bewahrte Sand vor einem früheren K.o.


Als Schiedsrichter Oliver Barnert die Partie schließlich beendete, war die Entscheidung gefallen. Während Röllbach den Klassenerhalt feiern durfte, endete für den FC Sand eine enttäuschende Saison mit dem bitteren Gang in die Bezirksliga.

Dort wartet allerdings eine Spielklasse, die aus Sicht der Zuschauer einiges verspricht. In der kommenden Saison erwarten den FC Sand zahlreiche Haßberge-Derbys und attraktive regionale Duelle. Für den Moment überwog jedoch die Enttäuschung über eine Relegation, in der die verschlafenen Anfangsphasen letztlich den Unterschied machten.

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