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John Bryant schreibt Geschichte – und Bamberg setzt ein Ausrufezeichen

Ein Abend mit Symbolkraft in der easyCredit Basketball Bundesliga: Die BMA365 Bamberg Baskets gewinnen die Neuauflage des letztjährigen Pokalfinales deutlich mit 99:74 gegen den Syntainics MBC – und liefern gleichzeitig die Bühne für einen ganz besonderen Moment der Liga-Geschichte.


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Denn um 18:43 Uhr, exakt 3:12 Minuten vor Ende des ersten Viertels, wird es kurz still in der Halle. John Bryant betritt das Parkett. Der Hallensprecher erinnert an das, was diesen Augenblick besonders macht: Einsatz Nummer 500 in der Bundesliga für den US-Amerikaner. Applaus brandet auf – auch von den Bamberg-Fans. Respektvoll, ehrlich, laut. „Big John“ lächelt kurz, fast schüchtern, gibt Bambergs Trainer Anton Gravel die Hand und macht dann weiter. Arbeitstag.


Dass dieser Meilenstein ausgerechnet in Bamberg fällt, hat eine besondere Note. Erst vor wenigen Monaten standen sich beide Teams im Pokalfinale gegenüber – mit dem sensationellen Triumph der Weißenfelser, dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. In dieser Saison kreuzten sich die Wege erneut früh im Wettbewerb: Schon im Achtelfinale setzte sich Bamberg durch und marschierte später erneut bis ins Top Four.


Sportlich ließ der ehemalige Serienmeister diesmal keinen Zweifel aufkommen. Von Beginn an kontrollierten die Baskets das Spieltempo, bewegten den Ball geduldig und setzten sich Punkt für Punkt ab. Der 99:74-Erfolg war am Ende ebenso klar wie verdient.


Doch unabhängig vom Ergebnis gehörte der Abend auch John Bryant. Mit nun 500 Bundesliga-Spielen reiht er sich endgültig in den exklusiven Kreis der größten Dauerbrenner der Liga ein. Aktuell ist er der einzige noch aktive Spieler in den Top 10 der ewigen Einsatzliste. Ganz vorne steht weiterhin Ex-Bamberger Karsten Tadda (640 Spiele) – ein Rekord, für den Bryant noch einige Spielzeiten bräuchte.


Ob er ihn je einholt? Offen. Sicher ist: Solche Momente zeigen, warum John Bryant ligaweit geschätzt wird – als Profi, Persönlichkeit und echtes Stück BBL-Geschichte.



Die Rekordspieler der Basketball-Bundesliga

  1. Karsten Tadda – 640

  2. Alex King – 638

  3. Rickey Paulding – 584

  4. Philipp Schwethelm – 516

  5. Immanuel McElroy – 512

  6. Bernd Kruel – 502

  7. Per Günther – 500

  8. John Bryant – 500

  9. Chris Ensminger – 485

  10. Steffen Hamann – 481


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