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Remis im Frankenderby: Fürth lässt große Chance im Abstiegskampf liegen

Das 276. Frankenderby hatte keinen Sieger – doch für die SpVgg Greuther Fürth fühlte sich das 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg eher wie eine Niederlage an. Statt den erhofften Sprung aus der Abstiegszone zu schaffen, bleibt das Kleeblatt tief im Tabellenkeller stecken.


PresseFoto Evans | v.lk. Felix Klaus (SpVgg Greuther Fürth) in einem hart umkämpften Zweikampf gegen Rabby Nzingoula (1.FC Nürnberg)
PresseFoto Evans | v.lk. Felix Klaus (SpVgg Greuther Fürth) in einem hart umkämpften Zweikampf gegen Rabby Nzingoula (1.FC Nürnberg)

Fürth erwischte den deutlich besseren Start in eine intensiv geführte Partie. Nach einer ersten Annäherung durch Felix Higl nahm das Heimteam früh das Heft in die Hand – und wurde belohnt. In der 13. Minute reagierte Noel Futkeu am schnellsten, nachdem Nürnbergs Keeper einen Distanzschuss nur abklatschen konnte, und schob zur verdienten Führung ein. Es war bereits sein 17. Saisontor – und einmal mehr der Beweis, wie abhängig Fürth aktuell von seinem Torjäger ist.


Die Hausherren blieben zunächst am Drücker und hätten die Partie frühzeitig entscheiden können. Innerhalb weniger Minuten scheiterten sowohl Higl als auch Futkeu aus kurzer Distanz am stark reagierenden Nürnberger Schlussmann. Doch genau in dieser Phase versäumte es Fürth, nachzulegen – ein Versäumnis, das sich rächen sollte.


Erst gegen Ende der ersten Hälfte fand der Club besser ins Spiel. Mit mehr Struktur und wachsender Präsenz arbeitete sich Nürnberg zurück – und nutzte seine Chance eiskalt. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit staubte Fabio Gruber nach einer Parade von Fürths Keeper zum 1:1 ab und brachte sein Team zurück ins Derby.


Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie endgültig. Nürnberg trat nun deutlich selbstbewusster auf, spielte zielstrebiger nach vorne und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten zur Führung. Fürth hingegen verlor zunehmend die Kontrolle, wirkte körperlich und mental angeschlagen und kam kaum noch zu Entlastungsangriffen.


Trotz aussichtsreicher Chancen – unter anderem durch Finn Becker und Julian Justvan – gelang dem Club kein weiterer Treffer. So blieb es beim Remis, das vor allem den Gästen schmeichelt, während Fürth eine große Gelegenheit im Abstiegskampf liegen lässt.


Damit verharrt die SpVgg Greuther Fürth weiterhin auf einem direkten Abstiegsplatz. Die kommenden Spiele, unter anderem gegen Hertha BSC sowie im möglichen Endspiel um den Klassenerhalt gegen Fortuna Düsseldorf, gewinnen nun nochmals deutlich an Bedeutung.

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