Späte Gegentore kosten den 1. FC Haßfurt erneut Punkte
KL-Gr2 SW: 1. FC 1917 Haßfurt – TSV Aidhausen, 1:2 (0:1)
Der 1. FC Haßfurt kommt in dieser Phase der Saison nicht aus seinem Muster heraus: Eine lange ordentliche Leistung – und am Ende stehen erneut keine Punkte. Auch gegen den TSV Aidhausen entschied eine späte Szene die Partie gegen die Hausherren – mit ersten spürbaren Auswirkungen im Aufstiegsrennen.

Bereits früh geriet Haßfurt ins Hintertreffen. In der 17. Minute brachte Jannik Schmitt die Gäste mit 0:1 in Führung. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der Haßfurt bemüht war, Kontrolle zu gewinnen und sich zurück ins Spiel zu arbeiten. Über weite Strecken gelang es dem FCH, das Spiel offen zu halten und defensiv stabil zu bleiben.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Haßfurt den Druck und wurde in der 70. Minute belohnt: David Wlacil traf zum 1:1-Ausgleich. Zu diesem Zeitpunkt schien das Momentum auf Seiten der Gastgeber zu liegen, die nun auf den wichtigen Heimsieg drängten.
Doch wie schon in den vergangenen Spielen folgte die entscheidende Wendung in der Schlussphase. In der 86. Minute nutzte Marcel Stühler eine der letzten Gelegenheiten für Aidhausen und stellte auf 1:2. Für Haßfurt bedeutete das erneut einen späten Rückschlag – ein Muster, das sich zuletzt mehrfach wiederholt hat.
Auch wenn die Saison noch jung ist, zeigt sich bereits, wie entscheidend diese Momente sein können. In einem Jahr, in dem Haßfurt absolut das Potenzial hat, um den Aufstieg mitzuspielen – sei es über die Meisterschaft oder die Relegation – kosten genau solche späten Gegentore wichtige Punkte. Durch die Niederlage rutscht der FCH auf Rang drei ab, während der TSV Forst aktuell an der Spitze steht, allerdings mit einem Spiel mehr.
Ein Blick auf die jüngsten Partien unterstreicht die Bedeutung: Ohne die späten Gegentreffer gegen Sulzheim und Eltmann hätte Haßfurt vier Punkte mehr auf dem Konto – und würde aktuell selbst an der Tabellenspitze stehen. Es sind also keine großen strukturellen Probleme, sondern wiederkehrende Details in der Schlussphase, die den Unterschied machen.
Dabei ist die Grundlage vorhanden. Haßfurt verfügt über eine eingespielte und qualitativ starke Mannschaft, und Trainer Danny Möhring verfolgt mit seiner taktischen Ausrichtung einen klar erkennbaren Plan. Über weite Strecken funktioniert dieser auch – umso wichtiger wird es, in den entscheidenden Minuten die nötige Stabilität zu finden.
Will der 1. FC Haßfurt im Aufstiegsrennen eine echte Rolle spielen, werden genau diese späten Phasen der Spiele der Schlüssel sein.




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