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Johannes Theinhardt rettet spät einen Punkt gegen Ansbach

2 minutes ago
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Die Schnüdel dominieren die erste Hälfte, geraten nach der Pause in Rückstand und schlagen in einer dramatischen Schlussphase zurück. Johannes Theinhardt trifft in der 89. Minute zum 1:1, nachdem eine umstrittene Entscheidung und der Platzverweis für Lauris Bausenwein für reichlich Gesprächsstoff gesorgt hatten.


PresseFoto Evans | Johannes Theinhardt (FC05) jubelt, nachdem er in den letzten Minuten der regulären Spielzeit den 1:1-Ausgleichstreffer erzielt hat.
PresseFoto Evans | Johannes Theinhardt (FC05) jubelt, nachdem er in den letzten Minuten der regulären Spielzeit den 1:1-Ausgleichstreffer erzielt hat.

Im Kellerduell der Fußball-Regionalliga Bayern haben sich der FC Schweinfurt 05 und die SpVgg Ansbach mit einem 1:1 getrennt. Für beide Mannschaften war in dieser Partie mehr möglich. Während die Schnüdel nach dem am Freitag verpassten Sieg gegen den SC Eltersdorf erneut auf einen Dreier hofften, wollten die Ansbacher nach zwei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg endlich wieder punkten. Am Ende mussten sich beide Teams mit einem Zähler zufriedengeben.


Schweinfurt bestimmt die erste Hälfte

Von Beginn an übernahmen die Schweinfurter die Kontrolle und waren über weite Strecken die klar bessere Mannschaft. Die Gastgeber ließen den Ball laufen, drängten Ansbach tief in die eigene Hälfte und verlagerten das Spielgeschehen immer wieder in Richtung des Gästetors. Der FC 05 hatte in der ersten Halbzeit deutlich mehr Ballbesitz, konnte daraus jedoch zunächst kein Kapital schlagen.


Jason Prodanovic sorgte mit zwei gefährlichen Hereingaben für gute Möglichkeiten. Doch im entscheidenden Moment fehlte jeweils der Abnehmer vor dem Tor. Valentin Schmitt gehörte unterdessen zu den auffälligsten Offensivspielern der Schnüdel. Immer wieder suchte er selbst den Abschluss und zeigte sich dabei wenig zögerlich.

Trotz der spielerischen Vorteile und einiger vielversprechender Ansätze blieb die Belohnung aus. Ansbach hielt dem Druck stand, sodass es torlos in die Kabinen ging.


Umstrittene Entscheidung: Gelb-Rot für Bausenwein

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie deutlich an Dramatik zu. Die entscheidende Szene ereignete sich in der 66. Minute: Lauris Bausenwein setzte sich gegen Ansbachs Torhüter Nils Leidenberger durch und ging anschließend im Strafraum zu Boden.

Auf den Rängen war die Aufregung groß. Für viele Schweinfurter Anhänger sah die Situation nach einem klaren Elfmeter aus. Statt eines Strafstoßes entschied der Schiedsrichter jedoch auf Schwalbe und zeigte Bausenwein die Gelb-Rote Karte.


Eine Entscheidung, die bei den heimischen Fans für erheblichen Unmut sorgte. Aus Sicht der Schweinfurter war nicht nur die Chance auf einen möglichen Elfmeter dahin – die Mannschaft musste die verbleibende Spielzeit zudem in Unterzahl bestreiten.

Die Szene verlieh dem Kellerduell zusätzliche Brisanz. Während die Schnüdel mit der Entscheidung haderten, nutzte Ansbach die Gelegenheit, um sich im weiteren Spielverlauf zurückzumelden.


Ansbach geht in Führung – Theinhardt schlägt spät zurück

Trotz der langen Phasen, in denen Schweinfurt das Spiel kontrolliert hatte, gerieten die Gastgeber im zweiten Durchgang mit 0:1 in Rückstand. Die lange Zeit eher passiv auftretenden Ansbacher waren damit plötzlich auf Kurs Auswärtssieg, während die Schnüdel vor der nächsten Enttäuschung standen.


Doch Schweinfurt gab sich nicht geschlagen. Auch in Unterzahl suchte die Mannschaft weiter nach einer Möglichkeit, zumindest noch den Ausgleich zu erzielen.


Als die Zeit bereits gegen die Gastgeber lief, schlug Johannes Theinhardt zu. In der 89. Minute zog er aus dem Bereich vor dem Strafraum ab und setzte den Ball zum umjubelten 1:1 ins Netz.


Der späte Treffer sorgte für Erleichterung bei den Schweinfurtern und bewahrte die Mannschaft vor einer weiteren Niederlage. Nach dem Unentschieden gegen Eltersdorf am Freitag gab es damit zumindest erneut einen Punkt für die Schnüdel.


Ein Punkt, der sich unterschiedlich anfühlen dürfte

Angesichts des Spielverlaufs werden die Schweinfurter vor allem der verpassten Chance auf drei Punkte nachtrauern. In der ersten Halbzeit waren sie die klar bessere Mannschaft, konnten ihre Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen. Die umstrittene Entscheidung in der 66. Minute und der anschließende Rückstand erschwerten die Aufgabe zusätzlich.


Dass Johannes Theinhardt kurz vor Schluss dennoch den Ausgleich erzielte, verhinderte einen weiteren Rückschlag.


Auch Ansbach wird mit dem Unentschieden leben können. Nach zwei Niederlagen ohne eigenen Treffer gelang den Nullneunern wieder ein Torerfolg. Lange durften sie sogar auf einen Auswärtssieg hoffen, ehe Theinhardt in der Schlussminute zuschlug.

So endete das Kellerduell mit einer Punkteteilung. Für Ansbach ist es ein wichtiger Schritt zurück zu einem Erfolgserlebnis, während Schweinfurt trotz des späten Ausgleichs mit dem Gefühl zurückbleibt, dass an diesem Tag deutlich mehr möglich gewesen wäre.

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